Es gibt wohl keine Gattung der Kunst, die sich noch nicht mit ihr auseinandergesetzt hat: die Liebe!

Wie langweilig wären Lyrik und Prosa ohne die aus der Liebe erwachsenen Inspirationen. Kein Drama wäre denkbar, in dem es nicht um das Verlangen zweier Herzen ginge. Seien es Berichte über verschmähter Liebe Pein oder Bekundungen der Kategorie: I Heart You!

Auch die Musik und eher visuell gestaltete Künste sind voll der Liebesschwüre und Bekundungen. Zahlreiche Sprichwörter künden von der Bedeutung, die die Liebe für unser Leben hat. Und wer sich ein bisschen umschaut in seiner Umwelt, der findet überall Verewigungen, die Zeugnis unsterblicher Liebe ablegen sollen. In Bäume und Bänke geritzte Herzen inklusive Initialen der sich (eventuell) Liebenden. Riesengroße Schriftzüge an Wänden, die die Aufmerksamkeit der oder des Angebeteten auf sich ziehen und ausdrücken sollen: Sieh nur, ich scheue nicht einmal eine Auseinandersetzung mit dem Gesetz!

Liebe macht ja bekanntlich blind oder führt zumindest mitunter zu – im Volksmund als rosarote Brille bezeichneten – verzückten Entrückungen der Wahrnehmung. Dass das glücklicherweise nicht immer der Fall sein muss, zeigt dieses Beispiel, das Fahrgästen der Berliner S-Bahn am Betriebsbahnhof Rummelsburg von einer bunten Wand noch bunter entgegenleuchtet und sich kontrastreich absetzt vom tristen Anblick des Heizkraftwerkes Klingenberg.

„Langweilhaar, zu lange Nase, Doofbraunauge, Schmalmund, Segelohren … und ich ‚miss dich trotzdem“

Ist doch richtig schön, oder? (Vor allem das korrekt gesetzte Apostroph bei ‚miss weiß zu entzücken).

So eine ehrliche Liebesbekenntnis gibt es selten*:

Auch wenn du scheiße aussiehst, fehlst du mir trotzdem!

Einfach herzergreifend schön. Vielen Dank dafür, unbekannter Künstler!

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*Klar, es wäre auch denkbar, dass der vermissende Protagonist sich selber beschrieben hat. Aber da das eigene Aussehen ja nicht sonderlich viel damit zu tun hat, wie sehr man einen geliebten Menschen vermisst, liegt irgendwie die Vermutung nahe, dass das doch eher die Beschreibung des Vermissten ist.

Es geht derzeit heiß her im höchsten Amt der Bundesrepublik Deutschland. Der Haussegen hängt schief. Dem Bundesadler zerzaust der Gegenwind aus allen Richtungen das stolze Federkleid. Ja, in Bellevue geht ein Gespenst um. Das Schlossgespenst namens Kreditaffäre, freundlichst animiert unter anderem von Kai Diekmann.

Wie albern wäre es denn, jetzt, nach Wochen und Monaten der politischen, polemischen und populistischen Debatten um das Amt und dem ihm innewohnenden Ruf des Bundespräsidenten, auch noch einen politischen Kommentar zu verfassen? Ja, sehr albern, auch wenn es zugegebenermaßen schon in den Fingern juckt. Aber es soll ja mehr oder weniger um – damit mir Linguisten nicht den Kopf abreissen – allgemeine Semantik gehen. Oder plakativer ausgedrückt: um den Sinn und Unsinn von Wortgebilden.

Kreditaffäre!

Das klingt bedeutungsschwanger und schreit geradezu in roten BILD-Lettern: SKANDAL!

Banken, Zinsen, Geld, Geheimnisse, Betrug, anrüchig, schmutzig, Sex.

Lustig eigentlich die Vorstellung, dass sich, pauschal gesprochen, die Gesellschaft in zwei Gruppen einteilen lässt, deren Klimax-Antiklimax-Pole ihrer Erregungskala ob dieser sieben Assoziationen sich diametral gegenüber stehen. Zum Glück lässt sich im aktuellen Fall „Banken“ durch „Privatpersonen“ ersetzen. Das lässt wenigstens einen kausalen Ringschluss zu. Denn „Sex“ und „Privatperson“ passt doch besser zusammen als „Sex“ und „Bank“.
Womit eigentlich auch wieder der Sinn der semantischen Analyse als bewiesen angesehen werden kann. Denn einigen wir uns nicht vorher darauf, dass wir unter Bank ein Kreditinstitut und keine Sitzgelegenheit meinen, erscheinen die verbindenden Präpositionen „auf“ oder „unter“ im Zusammenhang mit „Sex“ und „Bank“ doch noch recht plausibel.

Wobei ich unserem Bundespräsidenten auf keinen Fall unterstellen möchte, dass er sich den von einer Freundin der Familie gewährten Millionenkredit auf irgendeine Art und Weise „erkauft“ hätte. Das klänge ja fast wie bei Demi Moore und Robert Redford in „Ein unmoralisches Angebot“. Hach ja, da ist sie auf einmal, die Moral und damit die Versuchung, doch noch in einen politischen Kommentar abzudriften. Zusammenreissen und weiter mit der Semantik!

Was steckt nun also drin in der Kreditaffäre? Klar: Kreditaffäre = Kredit + Affäre!

Ein Kredit, das würde die „Sendung mit der Maus“ erklären, ist ja nichts anderes, als sich von jemandem Geld zu borgen und das Versprechen abzugeben, es auch zurückzuzahlen. Klar, als Dankeschön natürlich ein bisschen mehr Geld als ursprünglich geborgt – oder eine Schachtel Merci.

Aber was bedeutet der Begriff selber? Den Kredit kennt man bereits im Mittelalter und, wen wundert es, er kommt natürlich mit Umwegen über Italien und Frankreich aus dem Lateinischen und geht auf „credere“ zurück, auf „glauben, vertrauen“. Das kennen wir auch vom Kredo, dem Glaubensbekenntnis. Die Kreditaffäre ist also eine Glaubensaffäre!

Also kann die Assoziationskette doch gleich erweitert werden:

Kirche, Religion, Glaube, Banken, Zinsen, Geld, Geheimnisse, Betrug, anrüchig, schmutzig, Sex!

Wahnsinn, schließt sich hier die Kette zum Kreis, dann gäbe es aber wieder viel zu diskutieren. „Kirche“ und „Sex“. Das schreit ja geradezu nach neuen alten Skandalen. Aber die Missbrauchsfälle sind ja zum Glück alle aufgeklärt.

Der Glaube, auf den der Begriff Kredit zurückgeht, ist natürlich nicht der Glaube an Gott (der sich aber sicherlich über Abschweifungen zum protestantischen Arbeiterethos damit auch verbinden lässt), sondern eher der Glaube in die Vertrauenswürdigkeit der Person, der Geld geliehen wird. Das ist doch super! Der Gläubiger verleiht also in diesem Sinne dem Schuldner gleich einen doppelten Kredit. Zum einen in monetärer Form, zum anderen einen Vertrauenskredit. Und – zumindest im Mittelalter – das ganze ohne Ratingagentur!

Jetzt aber zum Sex und zur Affäre!

Und da kommt es auch leider schon zur Enttäuschung. Denn ursprünglich hat der Begriff rein gar nichts mit einem Seitensprung zu tun. Das lässt sich schon recht eindringlich darstellen, wenn man an den Begriff der Staatsaffäre denkt. Stellen Sie sich doch einfach mal Angela Merkel vor. Wohlwissend, dass die First Lady, Carla Bruni, gerade ein Publikum mit ihren Chansons erfreut, bewegt sie sich, lediglich umhüllt von einem fast transparenten CDU-schwarzen Negligé, mit einer Flasche Rotkäppchen halbtrocken hinter ihrem aufreizenden Rücken, mit staatsweiblichem Hüftschwung durch einen Flur des Palais de l’Élysée geradewegs auf das Schlafgemach des, sich auf seinem Bett in sportlicher Retroshorts rekelnden und seine Brustwarzen mit einem Eiswürfel stimulierenden, Nicolas Sarkozy zu.

Der Gedanke an Sex ist auch Ihnen vergangen? Ganz recht! So sehr dieses Beispiel einer Allegorie der Asexualität gleicht, so wenig hat der Begriff Affäre auch wirklich in seiner ursprünglichen Bedeutung mit Sex zu tun. Über das Altfranzösische „à faire“ hat wiederum ein lateinischer Ausdruck Einzug in die deutsche Sprache erhalten. „Facere“ heißt so viel wie „machen, tun, ausüben, handeln“. Daher ist die Affäre auch nichts anderes als eine „Angelegenheit“ oder ein „Vorfall“.

Für die Kreditaffäre bedeutet das also, dass wir mittlerweile von einer Glaubensangelegenheit sprechen können. Die Ironie, dass es sich dabei um einen Christdemokraten handelt, sei nur am Rande erwähnt. Eine Glaubensangelegenheit also. Das mag tatsächlich eine passende Herleitung sein, wenn man die Etymologie, also die Herkunftsgeschichte von Ausdrücken, und den Sachverhalt, Privatperson leiht anderer Privatperson Geld, bedenkt. Doch die Semantik betrachtet glücklicherweise nicht nur die Ursprünge von Begriffen, sondern auch die umgangssprachliche, häufig davon abweichende Bedeutung, die ein solcher Begriff dieser Tage erhalten hat.

Hier ist die Affäre eindeutig, wenn auch mit einem gewissen anerkennenden Wagemut verbunden, eher negativ konnotiert und steht für Seitensprung und Betrug. Und da das Amt des Bundespräsidenten nicht den gleichen Stellenwert hat wie das Ansehen einer Privatperson, die Debatte darüber sowieso in der Öffentlichkeit geführt wird und dort auch hingehört, erhält „Kreditaffäre“ die Wortsalat-Bestnote.

Denn was für den einen eine monetäre Vertrauensfrage sein mag, ist in diesem Kontext nichts anderes als betrogenes Vertrauen.

Etymologie: Deutsches Wörterbuch der Deutschen Sprache. Ein Online-Projekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. 

… der Lesetip der Woche?

Veröffentlicht: 17. Januar 2012 in Lesetip der Woche
Schlagwörter:, , , ,

Diese Woche: Kaffeedomantie

oder: Was man gar nicht erst aus dem Kaffeesatz herauslesen muss!

… der einhundertvierundachtzigste Tag?

Veröffentlicht: 16. Januar 2012 in Privat
Schlagwörter:, ,

Er neigt sich langsam dem Ende entgegen.

Geisterstunde. Dingdong!

Und schon ist er angebrochen: Tag 185.

Der einhundertvierundachtzigste Tag seit wann denn? Seit dem 16.07.2011 und damit seit meinem letzten Beitrag in diesem Blog. Herrje, da ist die Quiltoma ja bedeutend produktiver gewesen. Was schreib ich da? Während sich auf ihren Seiten Prosa, Lyrik, Epik und Dramatik ein reges Stelldichein geben und sie ihre Gedanken beim ironischen, humoristischen oder moralischen Schopfe packt, sie auf ihre Tauglichkeit prüft und sich denkt „Dich stell ich ein“, ist auf den „Was macht eigentlich …?“-Seiten mittlerweile die digitale Spinne vor Langeweile in ihre Einsen und Nullen zerfallen. Ein Häufchen Staub auf dem letzten Fragezeichen vom 16.07.2011.

Doch nun heißt es: Schluss damit!

Mein kleines Blog-Projekt hier war zwar nie ersonnen, um regelmäßig neue Inhalte zu produzieren. Doch eine gewisse Regelmäßigkeit sollte durchaus nicht schaden. Zumindest in Maßen.

Und so hat sich das junge Hirn angestrengt und dies Blog begutachtet. Neu vermessen, kartiert, notiert, sich mit Melissentee sediert, und kam zum Schluss: Etwas Neues muss her. Und die eine oder andere Neuerung wird auch kommen, schon bald. Neben den üblichen Texten, die hier bisher entstanden sind, erscheinen drei Rubriken. Was macht eigentlich …

… die Provokation des Monats*? Wie dröge stets immer auf Korrektheit zu pochen. Woran kann man sich dann noch reiben (außer vielleicht an der grausamen Unkorrektheit der Welt, sei’s drum)? Diskussionen müssen her, Polarisierungen aufgeladen und Gemüter erhitzt werden!

… der Lesetip der Woche*? So viel gibt es zu lesen, wie soll man da den Überblick behalten? Vielleicht hilft ja diese Rubrik, um neue Quellen des Lesevergnügens aufzutun.

… der Wortsalat der Woche*? Wer mit mir gemeinsam die Seminarbänke im Studium gedrückt hat, der wird es wissen. Was steht am Anfang einer jeden sozialwissenschaftlichen Untersuchung? Richtig, die semantische Analyse! Was wäre doch die Welt des erdachten und publizierten Wortes für ein schöner Ort, wenn doch jeder einfach nur ein klein wenig mehr Fingerspitzengefühl für den Sinn und Unsinn richtiger Semantik hätte. Aber wie schön, dass dem nicht so ist, denn sonst wäre ein Ereifern darüber ja leider unmöglich.

Und bei so viel Freude auf so viel Neues, habe ich doch fast den Blick auf die Uhr vergessen. Ehe ich Titel und einleitende Sätze einer Änderung unterwerfen muss, publiziere ich diesen Artikel lieber und wünsche in den nächsten Wochen und Monaten ein hoffentlich vergnügtes Lesen.

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* wie gesagt: Regelmäßigkeit muss auch in Maßen praktiziert werden.

Ach, was hätte er doch für eine Freude gehabt, der gute Sigmund. Wäre er in den Genuss gekommen, den einen oder anderen Kinofilm der letzten Jahre oder Jahrzehnte genießen zu dürfen, der Mund hätte ihm offen gestanden. In alle Winde zerstreut hätte er den Orkan feministischer Kritik, der ihm einst und zuweilen noch immer (aber stets auch durchaus berechtigt) um die Ohren wehte und den Gehörgang durchblies. Bestätigt hätte er sich gefühlt, bestärkt in seinen psychologischen Theorien.

Er hätte es fast überall gesehen: Harry Potter hat eins. Genauso wie Gandalf. Aragorn bekommt sogar ein neues und auch Frodo hat eins, wenn auch recht klein und nicht so stattlich wie die seiner Gefährten. Zu Sigmunds besonderer Freude hat auch Tim Burtons Alice eins. Captain Kirks Steuermann Hikaru Sulu kann seines im letzten Star Trek Abenteuer galant hervorziehen und plötzlich entfalten. Der von Johnny Depp gemimte Pirat Jack Sparrow fuchtelt stets mit seinem herum. Von den Highlandern Connor und Duncan MacLeod, dem legendären König Arthur und Tom Cruises bizarrem Pseudosamurai muss erst gar nicht weiter gesprochen werden. Kurzum, es dominiert das Abenteuer- und Fantasy-Genre und macht auch hier und da einen Ausflug in die unendlichen Weiten des Science-Fiction: das Schwert.

Neben dem königlichen Zepter wohl das Phallus-Symbol schlechthin. Eine kurze Internet-Recherche nach der Traumdeutung des Schwertes führt jedoch nicht zwangsläufig in die Penis-Richtung. Auf was für tiefgreifende und vor allem schwer zu ergründende Deutungen man dabei hingewiesen wird! Traumdeuter.ch erklärt beispielsweise, dass Schwert stünde symbolisch für – halten Sie sich fest – eine machtvolle Waffe und den Wunsch etwas zu schneiden. Stärke, Mut und Gerechtigkeit seien seine Attribute. Deutung.com gibt noch den sinnvollen Hinweis, dass ein weggenommenes Schwert eine Niederlage gegenüber einem Gegner bedeutet. Ach, schau an!

Alles Quatsch, hätte Sigmud Freud gesagt. Das Schwert ist und bleibt ein Penis und stellt nichts anderes als eine Machtpräsentation dar. Und mal ehrlich, wie gut, dass es Symbole gibt und nicht alles filmisch so dargestellt wird, wie der Begründer der Psychoanalyse es interpretieren würde. Was wären das für Filme, in denen ein treuer Lehnsmann niederkniet und spricht: „Mein Penis gehört Euch, mein König.“ Oder in denen der König im Umkehrschluss seinen Dödel hervorkramt und ihn auf die linke und rechte Schulter eines Aspiranten der Ritterschaft niederklatschen lässt (lustige Anekdote übrigens am Rande: Wikipedia verrät uns, dass Sir Nils Olav der wahrscheinlich einzige vom norwegischen König zum Ritter geschlagene Königspinguin ist).

Doch Sigmund Freud ging es in seiner Sexualtheorie vielmehr darum, den psychologisch begründeten Unterschied zwischen Mann und Frau darzustellen: Kastrationsangst und Penisneid bestimmen die Geschlechterrollen von klein auf. Das Mädchen fühlt sich mangels Penis unvollständig und der Knabe hat Angst, sein Prachtexemplar zu verlieren. Kein Wunder, dass hier noch immer Kritik angebracht ist und sich die Geister über Sinn und Unsinn dieser Theorie streiten. Doch was sagt die Omnipräsenz des Schwertes in Kinofilmen über das (zu großen Teilen) vor allem männliche Publikum aus? Es kann wohl kaum Penisneid sein, ist dies doch die weibliche Eigenart. Vielleicht fühlt Mann sich durch den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leistungsdruck entmannt? Die Schnelllebigkeit heutiger Tage und die sozialen Konventionen schnüren vielleicht sein Gemächt ab? Job, Familie, wenig Freizeit, ein bisschen Sport, hier und da ein Bildungsangebot. Für viele ist das alles vielleicht zu viel. Und so kann er nur im Kino das erleben, was er sich selber so gerne wünscht: Sich mit dem Penis in der Hand ins Abenteuer zu stürzen.

Aber zum Abschluss können wir wenigstens mit einem aufräumen, denn George Lucas‘ Jedi Ritter lehren uns eines: Nicht auf die Grüße, sondern auf die Technik, auf die kommt es wirklich an.

Still und heimlich hat „Was macht eigentlich …?“ sein erstes Jubiläum gefeiert. Ein Jahr und ein Monat sind seit dem ersten Beitrag ins Land gezogen. Ehe es hier deswegen jetzt sentimental wird, möchte ich die Gelegenheit nutzen und eine Sammlung präsentieren. Eine ganz besondere Sammlung des ersten „Was macht eigentlich …?“-Jahres.

Meine Damen und Herren, verehrte Leserinnen und Leser, hier ist sie: Die Google-Trefferliste der Suchanfragen, von denen Google meint, dass seine Nutzer eine Befriedigung ihres Suchanliegens erfahren, wenn sie auf dieses Blog verwiesen werden. Warum und weshalb ist mir in sehr vielen Fällen äußerst rätselhaft. Meine Lieblingssuchanfragen habe ich für Sie extra farblich markiert.

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ftragsmörder – für ein „au“ reichte es hier offensichtlich nicht
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ich denke, google ist nicht so toll wie man immer denkt, weil sie viel zu groß sind und wenn man zu lange sätze in di suchanfrage eingibt, dann findet google nichts mehr.ich denke, google ist nicht so toll wie man immer denkt, weil sie viel zu groß sind und wenn man zu lange sätze in die suchanfrage eingibt, dann findet google nichts mehr.ich denke, google ist nicht so toll wie man immer denkt, weil sie viel zu groß sind und wenn man zu lange sätze in die suchanfrage eingibt, dann findet google nichts mehr.ich denke, google ist nicht so toll wie man immer denkt, weil sie viel zu groß sind und wenn man zu lange sätze in die suchanfrage eingibt, dann findet google nichts mehr. – und Jens ist nicht da, das ist doch irgendwie, ne?
wetter temperaturen in kelvin
richard david precht über dummheit
entwicklung der printmedien zukunft usa
meinungsbildung durch einsatz von printmedien
sterben wir bei einem weltuntergang – Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, was sollte denn dafür sprechen?
magengrummeln nieren – Herr Doktor, ich hab da so ein Magengrummeln in den Nieren.
dummheit und idiotie unterschied
wo kann ich einen auftragskiller her
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im zweifel sind wir sind lieber die bösen als die dummen precht
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dualismus und die frage sind sportler dumm ?
pfeiffersches drüsenfieber geschmack im mund
schienbeinschmerzen tumor – Beinkrebs? Oder Raucherbeine und Angst vor Lungenkrebs?
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shrek zwiebel
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wie werden wir beim weltuntergnag sterben – Da frage ich mich wirklich, wo man eine Antwort darauf zu finden hofft
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ich bin schwul und ficke gern mit meinem bruder – ah ja, danke für diese Information
wer sucht auftragsmörder
zukunft der printmedien 2010
regionalwissenschaften+richtige bwl
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kleine kinder und gewalt
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auftragsmörder telefonnummer – Meisterhafter Rechercheansatz! Warum bin ich nicht darauf gekommen?
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reiner volckmann – Einen reineren Volckmann gibt es wirklich nicht
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wie steigt man ins auftragsmörder geschäft ein – ich tippe darauf, dass eine „Auf gut Glück“-Suche nicht zum JobCenter führen wird
gewalt fick in der ehe – den Bruder mittlerweile geheiratet?
weltuntergang gott
todmach spiele – Mensch ärgere dich nicht 2.0
werden die zeitungen weiterhin in zukunft als printausgaben erscheinen?
was macht man mit abschluss als regionalwissenschaftler
peng peng peng spiel
schnodderskala – Auf einer Schnodderskala von 0 (festsitzender Popel) bis 10 (wie Wasser fließendes Nasensekret) bekommt die Füllung meines Taschentuches eine grünliche gelbe 6

Schon so oft durchgekaut. Von jedem kommentiert. Breitgetreten. In offenen Briefen angesprochen. In einer aktuellen Fragestunde behandelt. Karikiert. Ironisiert. Und von manchen einfach kleingeredet.

Dennoch, es geht nicht anders. Auch ich muss etwas dazu loswerden. Wozu? Klar, zum Fall Guttenberg.

Ich bin davon betroffen. Als politisch interessierter Mensch. Als Wissenschaftler. Als Zeitungsleser. Als jemand, der auch durchaus gerne promovieren möchte. Als Demokrat. Aber vor allem als jemand, der dieses Gefühl der Ohnmacht nicht ertragen kann, wenn Unrecht nicht geahndet wird und das auch noch so viel Anklang findet.

Aber keine Angst, ich halte mich kurz.

Im heutigen Tagesspiegel bringt DFG-Präsident Matthias Kleiner auf den Punkt, was die Nichtahndung dieses Plagiatsfalls für die Wissenschaft bedeutet, wenn er sagt: „Wissenschaftler teilen ihre Ideen und Erkenntnisse, sie führen sie gemeinsam weiter, aber sie entwenden sie nicht.“ – Wissenschaft beruhe auf den Prinzipien der Wahrhaftigkeit, der Redlichkeit und des Vertrauens.

Androhungen straf- und zivilrechtlicher Verfolgungen bei Verstößen gegen das Urheberrecht stehen heutzutage höher im Kurs denn je. Doch was für ein Licht wirft die Affäre auf den Wert geistigen Eigentums von Wissenschaftlern? Menschen, die zwecks Mehrung ihres Privatvergnügens illegale Tauschbörsen nutzen, werden natürlich selbst dann belangt, wenn sie sich bei den großen Major Labels entschuldigen und versprechen, ihre illegal erworbenen Kopien zu löschen. Die Rückgabe des Doktortitels und eine Entschuldigung reichen im Fall zu Guttenberg dagegen vollkommen aus. Ist ja auch klar, eine mp3-Sammlung besitzt einen sehr viel größeren Wert als ein lapidarer, erschlichener Doktortitel. Gerade der Aufruf Angela Merkels zu einer Debatte über geistiges Eigentum kann vor diesem Hintergrund nur ein schlechter und dazu noch geschmackloser Scherz sein.

Aber warum sollten wir zu Guttenberg denn auch nicht verzeihen? Er ist ja schließlich der beliebteste und populärste Politiker Deutschlands. Wenn jemand unser Vertrauen verdient, dann doch er. Ein junger Familienvater, politisch engagiert und aktiv, Mandatsträger. Er war einfach übermotiviert. Sagt es ja selber, wenn er davon spricht, die Quadratur des Kreises versucht zu haben. Solche Politiker brauchen wir!

Da bringt es auch nichts, den Soziologen Richard Sennett zu zitieren, der in seinem Buch „Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität“ aus dem Jahr 1977 nicht nur vorausschauend facebook und Co. kommentiert, sondern sich auch Gedanken über das Verhältnis Politiker:Gesellschaft gemacht hat, wenn er eine zeitgemäße Definition von Zivilisiertheit und Unzivilisiertheit vorschlägt:

„Unzivilisiert ist es, andere mit dem eigenen Selbst zu belasten. […] Jeder kennt Menschen, die in diesem Sinne unzivilisiert sind: jene ‚Freunde‘, die stets darauf aus sind, anderen Einlaß in die traumatische Sphäre ihrer alltäglichen Innenwelt zu gewähren, die am anderen nur ein einziges Interesse haben, daß er ihren Geständnissen sein Ohr leiht.“ (Sennett 1977, S. 463)

Und weiter zum Politiker:

„Der charismatische Führer von heute beseitigt jede Distanz zwischen seinen eigenen Empfindungen und Impulsen und denen seines Publikums, und indem er die Aufmerksamkeit seiner Anhänger auf seine Motivationen lenkt, lenkt er sie davon ab, ihn an seinen Taten zu messen. […] Es ist ein Merkmal von Unzivilisierheit, wenn eine Gesellschaft ihren Bürgern das Gefühl vermittelt, ein Politiker sei glaubwürdig, weil er seine eigenen Motivationen zu dramatisieren vermag. Dann wird Politik zur Verführung.“ (ebd. S. 464)

Aber die „Bürger“ finden das alles „gutt so“, wie es das größte deutsche Sprachrohr BILD auszudrücken gewohnt ist. Und hier fängt an die Ohnmacht zu schmerzen und die Grenzen zwischen Demokratie und Medienmacht zu verwischen. Niemand hat das in letzter Zeit so schön und passend in Worte gefasst wie die Sängerin der Band „Wir sind Helden“, Judith Holofernes, die im Bildblog eine Replik auf die Anfrage liefert, ob ihre Band nicht Interesse daran hätte, an der nächsten Werbekampagne für die BILD mitzuwirken:

„Die BILD -​Zeitung ist kein augenzwinkernd zu betrachtendes Trash-​Kulturgut und kein harmloses “Guilty Pleasure” für wohl­frisierte Aufstreber, keine witzige soziale Referenz und kein Li­festyle-​Zitat. Und schon gar nicht ist die Bild -​Zeitung das, als was ihr sie verkaufen wollt: Hassgeliebtes, aber weitestge­hend harmloses Inventar eines eigentlich viel schlaueren Deutschlands.
Die Bildzeitung ist ein gefährliches politisches Instrument – nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund, sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht be­schreibt, sondern macht. Mit einer Agenda.“ (Judith Holofernes, 2011)

Mehr braucht man dazu eigentlich nicht mehr sagen.